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Der World Garden Mongolia

Der „World Garden Mongolia“ ist ein sozial geprägtes Wiederaufforstungsprojekt auf dem Berg Bayanzurkh am östlichen Rand der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar (siehe auch diese google earth Presentation oder auf google maps). Initiiert wurde das Projekt von Erdenechuluun, welcher auf die Umweltprobleme in der Mongolei hinweisen und diesen entgegen wirken möchte. Damit will er seine mongolischen Mitbürgerinnen und Mitbürger motivieren, sich für die Umwelt ihres Landes einzusetzen. Der Vereinsgründer Dulamjav Erdenechuluun ist verheiratet und hat an der Humboldt Universität in Berlin (Deutschland) studiert.

Der heilige Berg „Bayanzurkh“ war bis zum Jahr 1989 noch fast vollkommen mit der natürlich vorkommenden Baumart Lärche bewaldet. Erst im Zuge des Wachstums der Stadt Ulaanbaatar und der erhöhten Ressourcennutzung ist er kahlgeschlagen worden. Starker Vieheintrieb und Waldbrände verhinderten die natürliche Wiederbewaldung. Die borealen Nadelwälder Sibiriens erstrecken sich über die nördlichen Teile des Landes. Die Lärche ist neben der Kiefer, Birke und Pappel die landschaftsprägende Baumart. Unkontrollierter und illegaler Holzeinschlag, besonders in der Nähe zu menschlichen Siedlungen, ist ein großes Problem, welches teilweise zu Holzknappheit, Wüstenbildung und einem gestörten Wasserkreislauf führt. Nur der Wald in der Mongolei ist in der Lage Niederschläge zu speichern und über Quellen den Menschen und Tieren ganzjährig zur Verfügung zu stellen. Das Element Wasser ist deshalb ein erfolgsentscheidender Faktor für das Projekt, den Naturhaushalt, als Umweltmedium sowie als maßgeblicher Bestandteil der Lebensqualität der Bevölkerung.

Das Projekt möchte die Wiederaufforstung so naturnah wie möglich gestalten und hat dazu bereits professionelle Gutachten und Einschätzungen zur Machbarkeit des Projektes eingeholt. Die Wiederaufforstung der Projektfläche ist zunächst als ein Pilotprojekt gedacht, um die Gesellschaft und Politik auf neue Wiederaufforstungsmethoden aufmerksam zu machen. Es soll ein kleiner Schritt hin zu einer Erhöhung der Waldfläche in der Mongolei darstellen. Infolge dieser Pilot- bzw. Prototypenaufforstungsfläche in Form einer Stupa soll im Anschluss der komplette Berg „Bayanzurkh“ durch gezieltes Einbringen von Setzlingen an den noch vorhandenen zahlreichen Baumstümpfen abgestorbener und gerodeter Bäume wiederbewaldet werden. Dabei will der „World Garden Mongolia“ die soziale Komponente besonders hervorheben und Mongolen aller Altersgruppen und sozialer Schichten mit einbeziehen, um diese Herausforderung in die Gesellschaft zu tragen und diese gemeinsam anzugehen. Außerdem strebt der „World Garden Mongolia“ danach, die Verbindung zwischen Mongolen und allen Menschen weiterer Nationen durch bspw. gemeinsame Pflanzungsaktionen mit Touristen auszubauen.

„Wir leben gemeinsam auf diesem Planeten und wollen ihn gemeinsam bewahren.“

Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Nach Gutachten und Pilotpflanzungen haben die ersten Aufforstungsaktionen – im Jahr 2015 – Menschen aus aller Welt die Möglichkeit geboten, ein Teil des Projektes zu werden. Die Spenden und Baumpatenschaften werden transparent für jeden ersichtlich im Spendenregister des Projektes dokumentiert.

Für einen Überblick unserer aktuellen Aktivitäten besuchen Sie gern unsere Facebookseiten.

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